Ariana Grande postet seit Wochen kaum noch. Wenn sie doch auftaucht, in Wicked-Promo oder bei den petal-Sessions, geht das Internet in Flammen auf. Ihre Arme wirken zerbrechlich, das Gesicht schmaler als je zuvor. Die Kommentarspalten teilen sich brutal: „Lasst sie endlich in Ruhe“ gegen „Wir dürfen nicht schweigen, wenn ein Star Essstörungen triggert“.
Die einen erinnern an ihre eigene Aussage von 2023: Es gibt viele Wege, gesund und schön zu sein. Jeder Kommentar zu ihrem Körper sei toxisch, body-shaming pur. Die anderen sehen Co-Stars nach den Dreharbeiten wieder zunehmen – Ariana aber nicht. Das hat Verschwörungen über ein angeblich toxisches Set und Druck von allen Seiten losgetreten. Dazu kommt die „Thinvestigation“ auf TikTok: Side-by-Side-Videos, alte Clips, in denen sie noch deutlich voller wirkt.

Warum die Debatte so hart ist
Für viele von euch ist Ariana seit Jahren Vorbild. Ihre Musik hat euch durch Break-ups, Selbstzweifel und Pandemie begleitet. Wenn sie jetzt so dünn ist, dass Fans schreiben „ich fühle mich wieder schlecht beim Essen“, ist das kein harmloser Promi-Klatsch mehr. Gleichzeitig haben wir alle gelernt, wie schnell Körper-Kommentare in Hass ausarten – besonders bei Frauen.
Ernährungsexpert:innen und Therapeut:innen mischen sich ein. Einige sprechen von klaren Zeichen für eine Essstörung, andere sagen, wir könnten nie von außen wissen, was bei jemandem los ist. Medikamente, Stress, Genetik, neue Trainingsmethoden – alles wird diskutiert. Ariana selbst hat sich bisher nicht geäußert und nimmt gerade eine Auszeit. Das macht die Sache nur größer.
Die zwei Lager, die sich nicht verstehen
- Lager 1 – „Lasst sie in Ruhe“: Ihr Körper gehört ihr. Punkt. Wer über fremde Körper urteilt, reproduziert genau die toxische Kultur, die wir eigentlich bekämpfen wollen. Viele queere und feministische Accounts verteidigen sie hart.
- Lager 2 – „Sorge ist okay“: Wenn Millionen junger Mädchen Ariana nachahmen und plötzlich nur noch Salat und Kaffee zu sich nehmen, ist das ein gesellschaftliches Problem. Sie hat Verantwortung als Role Model – ob sie will oder nicht.
Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen. Ja, wir sollten aufhören, fremde Körper zu bewerten wie Produkte. Gleichzeitig dürfen wir nicht so tun, als wäre alles immer nur positiv, wenn ein Star extrem abnimmt und gleichzeitig ein neues Album namens petal rausbringt, das schon im Titel zerbrechlich klingt.
Was das mit uns macht
Die Debatte zeigt vor allem eins: Wir haben noch immer kein gesundes Verhältnis zu Körpern in der Öffentlichkeit. Jeder Screenshot wird analysiert, jede Bewegung bewertet. Für euch als Leserinnen bedeutet das: Ihr scrollt durch eure For You Page und seht entweder „Ariana ist ein Slay“ oder „Ariana braucht Hilfe“ – beides in Dauerschleife.
Vielleicht braucht es gar kein endgültiges Urteil. Vielleicht reicht es zu sagen: Wir hoffen, dass sie okay ist. Und dass wir gleichzeitig lernen, unsere eigenen Körper nicht an einem Promi zu messen, der seit 15 Jahren im Scheinwerferlicht steht und wahrscheinlich mehr Druck hat, als wir uns vorstellen können.
Die Kommentarspalten unter diesem Artikel werden wieder explodieren. Und genau das zeigt, wie sehr uns das Thema noch beschäftigt. Schreibt rein: Welche Seite ist für euch die richtige? Oder seid ihr einfach nur müde von der ganzen Diskussion?
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