Du zockst, um den Alltag auszublenden. Du scrollst durch Anime-Clips, bis du nicht mehr weißt, wie spät es ist. Du hängst auf Twitch und liest Chats, die teilweise richtig ekelhaft sind. Und dann kommt wieder jemand und sagt: Das ist alles schlecht für dich. Neue Studien aus 2026 sagen: Es ist komplizierter.
Die Boston University hat 350 Studierende untersucht und herausgefunden: 64 Prozent nutzen Videospiele ganz bewusst, um Stress abzubauen. Egal ob Singleplayer-RPG oder hektischer FPS – besonders Spiele mit guter Story, Erkundung oder sozialen Elementen pushen positive Gefühle und senken negative. Wer richtig eintaucht (Immersion), trainiert gleichzeitig seine Emotionsregulation. Die Forscher nennen Games sogar „ergodische Literatur“: Du scheiterst, stirbst, stehst wieder auf. Genau dieses Muster – Scheitern und Weitermachen – scheint sich auf den echten Alltag zu übertragen und macht widerstandsfähiger.