Es ist der größte humanitäre Albtraum, von dem kaum jemand spricht. Im Sudan tobt seit über drei Jahren ein brutaler Bürgerkrieg – und 2026 ist er offiziell die schlimmste Katastrophe der Welt. Über 33 Millionen Menschen, mehr als die Hälfte der Bevölkerung, brauchen dringend Hilfe. Millionen sind auf der Flucht, Krankenhäuser zerbombt, Schulen geschlossen. Eine neue Hungersnot steht bevor.
Warum reden alle nur über andere Kriege?
Auf TikTok und Instagram tauchen plötzlich Videos auf: junge Menschen aus der afrikanischen Diaspora, Gen-Z-Aktivist:innen, die mit wütenden Stimmen und traurigen Bildern sagen: „Sudan is not forgotten.“ Der Hashtag #SudanIsNotForgotten trendet immer wieder, weil viele von euch genau das Gefühl haben – die Welt schaut weg, sobald es nicht mehr um die großen Namen geht.
Der Konflikt zwischen der Armee und den paramilitärischen Rapid Support Forces hat bereits Zehntausende getötet, ganze Städte zerstört und eine ganze Generation um ihre Zukunft gebracht. Kinder wachsen ohne Schule auf, Jugendliche ohne Perspektive. Mentale Gesundheit? Kaum existent. Migration? Millionen versuchen, in Nachbarländer zu fliehen, oft unter lebensgefährlichen Bedingungen.

Was hat das mit dir in Europa oder den USA zu tun?
Mehr als du denkst. Kriege wie dieser destabilisieren ganze Regionen, sorgen für Fluchtbewegungen, die irgendwann auch bei uns ankommen. Gleichzeitig zeigt Sudan, wie globale Aufmerksamkeit funktioniert: Wer laut schreit und gute Bilder liefert, bekommt Hilfe. Wer „nur“ afrikanisch ist, wird schnell vergessen. Das ist die bittere Lektion, die viele junge Menschen gerade lernen.
Gen Z macht Druck – auf eigene Weise
- Mit kurzen, harten TikToks, die zeigen, was Hunger wirklich bedeutet
- Mit Threads und Reels, die erklären, wie Waffen und Geld aus anderen Ländern den Krieg am Laufen halten
- Mit Petitionen und Spendenaktionen, die direkt in die betroffenen Gebiete gehen
Viele von euch teilen nicht nur, sondern fordern konkrete Dinge: mehr Berichterstattung, mehr Druck auf die Konfliktparteien, mehr Hilfsgelder, die wirklich ankommen. Denn ihr wisst: Wenn wir heute wegschauen, zerstören wir nicht nur sudanesische Zukünfte, sondern auch das Vertrauen in eine Welt, die angeblich fair sein will.
Die unsichtbare Generation
Stell dir vor, du bist 15, deine Schule ist zerstört, deine Eltern tot oder geflohen und du weißt nicht, ob du morgen etwas zu essen hast. Das ist Alltag für Hunderttausende Jugendliche im Sudan. Ihre Träume von Studium, Musik, Reisen oder einfach nur einem normalen Leben sind gerade am Verbrennen.
Genau deshalb ist #SudanIsNotForgotten mehr als ein Hashtag. Es ist der Versuch einer Generation, die selber oft genug nicht ernst genommen wird, eine andere Generation sichtbar zu machen. Weil ihr genau wisst, wie es sich anfühlt, wenn die Welt nur zuschaut und weiterscrollt.
Der vergessene Krieg ist nicht vorbei. Er wird gerade schlimmer. Die Frage ist nur, ob wir weiter wegschauen – oder ob die nächste Welle auf TikTok stark genug ist, dass endlich jemand hinhört.
z-alpha.☆ ist für euch kostenlos. Wenn ihr über unsere ausgewählten AMAZON Produkte shoppt, unterstützt ihr uns — danke dafür! 🙏
* Affiliate-Links — z-alpha.☆ erhält eine kleine Provision ohne Mehrkosten für euch.