Die Klimakrise ist nicht nur ein Umweltding. Sie ist ein Machtding. Und gerade jetzt, im Mai 2026, zeigen autoritäre Regierungen, wie sie den Planeten absichtlich schneller kaputt machen – weil es ihren Interessen dient.
Die sogenannte ‚Axis of Petrostates‘ – darunter Russland, die USA unter Trump, Argentinien und weitere – blockiert internationale Regeln, verbreitet Fake News über den Klimawandel und sichert sich mit militärischem Druck Ölreserven. Gleichzeitig werden Klimaaktivist:innen kriminalisiert, Fridays for Future wird als ‚Terror‘ abgestempelt und Gerichte in Europa bekommen Druck von rechts.

Wer sind die Klimasaboteure?
Es geht um mehr als nur Öl. Diese Regierungen nutzen Desinformation, um junge Menschen zu verunsichern. Sie verhindern eine globale CO₂-Steuer auf Schifffahrt, sabotieren EU-Gesetze und investieren Milliarden in neue Fossile-Projekte. Amnesty International spricht von einer systematischen Supercharging der Klimakrise durch Autoritarismus.
Die Gegenbewegung: Coalition of the Willing
Aber es gibt Hoffnung. Kolumbien hat die ‚Coalition of the Willing‘ ins Leben gerufen. Bei dem Treffen in Santa Marta Ende April 2026 forderten Vertreter:innen aus über 20 Ländern einen schnellen, gerechten Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas – plus einen internationalen Fossil-Fuel-Treaty, der neue Förderungen verbietet.
Besonders laut sind junge Stimmen aus dem Globalen Süden. Studierende von Pazifik-Inseln klagen gerade vor dem Internationalen Gerichtshof auf Anerkennung ihrer Rechte. Sie zeigen: Man kann Diktatoren und Konzerne nicht nur mit Straßenprotesten, sondern auch mit Recht und globalen Bündnissen angreifen.
Warum das genau dich betrifft
- Du wirst mit 30 die Folgen von Extremwetter, Dürren und steigenden Meeresspiegeln am eigenen Körper spüren.
- Deine mentale Gesundheit leidet schon jetzt unter der ständigen Angst vor der Zukunft – Climate Anxiety ist real.
- Genau die Bewegungen, in denen junge Frauen und queere Menschen vorne mitmischen, werden von autoritären Regimes als ‚gefährlich‘ eingestuft und verboten.
Was wir von den Pazifik-Inseln lernen können
Die Jugendlichen, die vor dem IGH stehen, sind kaum älter als du. Sie haben keine Armee, kein Geld – aber sie haben die Wahrheit und eine globale Community. Ihre Klage könnte völkerrechtlich festlegen, dass Staaten für Klimaschäden haften müssen. Das wäre ein Gamechanger.
In Deutschland und Europa sehen wir dasselbe Muster: Rechte Parteien wollen Klimaziele aufweichen, während Aktivist:innen mit Repression rechnen müssen. Gleichzeitig wächst die Unterstützung für zivilen Ungehorsam bei immer mehr von uns.
Organisieren statt nur posten
Die Coalition of the Willing zeigt, dass multilaterale Bündnisse jenseits der UNO funktionieren können. Statt auf blockierte Gipfel zu warten, machen sie einfach ihr eigenes Ding. Genau das können wir auch: Lokale Gruppen aufbauen, Druck auf Abgeordnete ausüben, mit Studierenden aus dem Globalen Süden vernetzen und juristische Wege nutzen.
Es reicht nicht, nur auf TikTok zu zeigen, wie schlecht alles ist. Die nächste Stufe ist harte Organisation – über Ländergrenzen hinweg. Denn während Diktatoren sich verbünden, müssen wir das auch tun. Schneller. Lautstarker. Klüger.
Deine Zukunft wird nicht von irgendwelchen alten Männern in Moskau oder Washington entschieden. Sie wird entschieden von denen, die jetzt aufstehen und nicht mehr warten.