Die Welt dreht sich weiter – auch ohne die USA. Im April 2026 haben sich fast 60 Länder in Santa Marta, Kolumbien, getroffen. Thema: wie wir endlich aus Kohle, Öl und Gas aussteigen. Die USA? Nicht eingeladen. Weil sie unter Trump wieder voll auf Fossile setzen. Gleichzeitig blockiert der Iran die Straße von Hormus, ein Fünftel des weltweiten Öls kommt da durch. Preise explodieren, Kohle feiert Comeback in Asien und deine nächste Tankfüllung wird teurer.
Das ist kein Drama weit weg. Das ist dein Alltag in ein paar Monaten.

Warum die Welt einfach ohne die USA weitermacht
Die Santa-Marta-Konferenz war die erste große Runde, die sich nur mit dem Ausstieg aus fossilen Brennstoffen beschäftigt hat. Keine Ablenkung durch „aber Jobs“ oder „wir brauchen noch ein bisschen Öl“. Einfach: Wie schaffen wir das jetzt? Viele Länder haben kapiert, dass sie nicht auf Washington warten können. Der Klimawandel wartet schließlich auch nicht.
Für euch bedeutet das: Während alte Männer in Washington und Teheran ihr Spiel spielen, sammeln junge Aktivist:innen aus Lateinamerika, Europa und Afrika echte Power. Sie verhandeln Ziele, die 2030 und 2040 noch relevant sind – genau eure Lebensjahre.
Der Krieg, der deinen Geldbeutel trifft
Seit Anfang 2026 eskaliert der Konflikt zwischen USA/Israel und Iran. Schiffe werden angegriffen, die Straße von Hormus ist teilweise dicht. Ergebnis: Energiepreise auf Vier-Jahres-Hoch, Inflation steigt, Lebensmittel werden teurer. Gleichzeitig lenkt der Krieg alle Aufmerksamkeit vom Klimaschutz weg. Genau das Gegenteil von dem, was ihr braucht.
Du spürst es schon jetzt oder wirst es bald spüren: höhere Preise für alles, was mit Energie zu tun hat. Deine Eltern stöhnen über die Heizkosten, du über das Bahnticket oder den nächste Festival-Trip. Und währenddessen wird die Erde weiter aufgeheizt.

Gen Z sagt: Wir machen das jetzt selbst
Gleichzeitig passiert etwas anderes Krasses: In Nepal haben Gen-Z-Proteste eine Regierung in zwei Tagen gestürzt. In Indonesien, Marokko, Madagaskar, Peru und Teilen Afrikas gehen Hunderttausende auf die Straße. Gegen Korruption, für bessere Bildung, gegen Klimaversagen. Keine klassischen Parteien, keine starren Hierarchien. Stattdessen TikTok-Koordination, Memes als Waffen und dezentrale Netzwerke.
In den USA laufen „No Kings“-Märsche und Campus-Proteste gegen Trumps Politik. Human Rights Watch nennt die Jugendbewegungen 2026 die größte Hoffnung gegen den globalen Rechtsruck.
Was das alles mit dir zu tun hat
- Deine Zukunft wird heißer, teurer und unsicherer, wenn nichts passiert.
- Die alten Mächte blockieren sich gegenseitig – ihr seid diejenigen, die den Druck machen müssen.
- Protest funktioniert. Nepal hat es vorgemacht. Social Media ist euer Megafon.
- Klimaschutz und Menschenrechte hängen zusammen. Krieg verstärkt beides negativ.
Die Konferenz in Kolumbien zeigt: Es geht auch ohne die größten Blocker. Die Proteste zeigen: Ihr habt mehr Macht, als euch viele erzählen wollen. Die Energiekrise zeigt: Wir können nicht ewig so weitermachen.
Du musst nicht alles allein lösen. Aber du kannst teilen, mitdiskutieren, bei lokalen Gruppen mitmachen oder einfach die Leute um dich herum wachrütteln. Die Welt von 2035 wird so aussehen, wie wir heute handeln – oder nicht handeln.
Die nächste Demo, der nächste Post, das nächste Gespräch mit deinen Leuten. Das ist der Anfang.