17. Mai 2026. Während du gerade deine nächste Miete überweist oder überlegst, ob du dir noch was zu essen bestellst, passiert auf der Welt gerade ziemlich viel Scheiße – und einiges davon knallt direkt bei uns in Deutschland an.
Trump bestraft Deutschland mit Truppenabzug
US-Präsident Donald Trump hat Anfang Mai den Abzug von 5000 Soldaten aus Deutschland angekündigt. Die Truppen waren eigentlich als Verstärkung wegen des Ukraine-Kriegs hierher verlegt worden. Jetzt sollen sie innerhalb von sechs bis zwölf Monaten weg. Grund? Bundeskanzler Friedrich Merz hat den USA vorgeworfen, im Krieg gegen den Iran „gedemütigt“ worden zu sein – vor allem wegen der Blockade der Straße von Hormus.
Ramstein, Grafenwöhr, all die Basen – plötzlich stehen sie ein Stück leerer da. Und das ist nicht nur ein Symbol. Es geht um Stabilität in Europa, um Energiepreise und darum, wie sicher sich der Kontinent fühlt. Wenn das transatlantische Bündnis weiter bröckelt, zahlen am Ende wir alle die Rechnung: höhere Militärausgaben, unsichere Lieferketten, teurere Strom- und Heizkosten.

May-Day 2026: Wenn Lohnkampf plötzlich Anti-Kriegs-Protest wird
Am 1. Mai sind in München, Paris, Madrid, Athen, Seoul und Manila die Straßen voll gewesen. Eigentlich ging’s um Inflation, miese Löhne und dass man für 40 Stunden Arbeit kaum noch eine 1-Zimmer-Wohnung bezahlen kann. Schnell wurde daraus aber eine riesige anti-amerikanische und anti-israelische Welle. „Kein Geld für Kriege – Geld für Löhne und Soziales“ war einer der lautesten Schreie.
Viele von euch waren dabei. Palästina-Flaggen neben Anti-Kapitalismus-Spruchbändern. Die Botschaft ist klar: Die Kriege im Nahen Osten machen nicht nur dort alles kaputt, sie treiben bei uns die Preise für alles hoch. Benzin, Lebensmittel, Heizung. Dein Alltag ist geopolitisch. Und immer mehr junge Leute haben keinen Bock mehr, still dabei zuzusehen.

Sudan: Der Krieg, über den kaum jemand spricht
Während alle auf Iran und Ukraine starren, geht im Sudan der brutalste Konflikt der Gegenwart ins vierte Jahr. Armee gegen paramilitärische RSF. Beide Seiten begehen Kriegsverbrechen am Fließband: Massenhinrichtungen, systematische Vergewaltigungen, Aushungern ganzer Regionen. Über 11,8 Millionen Menschen auf der Flucht, 24,6 Millionen von Hunger bedroht. Kinder, die keine Schule mehr sehen. Jugendliche ohne jede Perspektive.
Die UN und die EU verurteilen, verhängen Sanktionen – und schauen dann doch wieder weg. Weil andere Krisen lauter sind. Das ist genau das, was viele von euch so wütend macht: dass Menschenrechte offenbar je nach Medienaufmerksamkeit verteilt werden. Und dass dieser Krieg durch Klimakrise, Ressourcenknappheit und Fluchtbewegungen auch irgendwann bei uns ankommen wird.
Was das alles mit dir zu tun hat
- Deine Energiepreise könnten weiter steigen, wenn das NATO-Bündnis schwächelt.
- Dein Einstiegsgehalt bleibt wahrscheinlich müll, solange Kriege die Wirtschaft durcheinanderbringen.
- Dein Feed zeigt dir nur die Krisen, die gerade viral sind – nicht unbedingt die schlimmsten.
Die Welt ist nicht weit weg. Sie ist in deinem Kontoauszug, in deiner Miete, in deiner Zukunft. Vielleicht wird es Zeit, dass wir Gen Z und Gen Alpha lauter werden – nicht nur auf der Straße, sondern auch in den Wahlen, in den Kommentarspalten und bei den Themen, die gerade nicht trenden.
Was denkst du? Sollte Deutschland härter auf Trump antworten? Und warum reden wir so wenig über Sudan? Drop it in die Comments.